>> Kapitel 3  

 
Das laute Vogelgezwitscher weckte mich allmählich aus meinem tiefen Schlaf. Es kündigte bereits das Ende der Nacht an. Wäre da nicht der allmorgendliche laute Gesang der Vögel, könnte man glatt den halben Tag verschlafen, überlegte ich noch sehr müde, als mir plötzlich einfiel, was am Vortage alles geschehen war. Alle Eindrücke des gestrigen Tages zogen an meinem inneren Auge vorbei – und als ich begriff, dass es seit unserer gemeinsamen Kindheit heute der erste Tag sein würde, an dem ich Gottfried nicht mehr anträfe, wollte mir auf einmal keine Spucke im Munde zusammenlaufen, mit der ich den Kloß im Halse hätte herunterschlucken können. [...]